Ersatzneubau Lacheren, Schlieren

Wettbewerb eingeladen: 2017
1. Rang

Bauherrschaft: Gemeinnützige Baugenossenschaft Limmattal GBL

Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Duplex Architekten AG, Zürich

Landschaftsarchitekt: Cadrage Landschaftsarchitekten

Visualisierungen: © Filippo Bolognese

Die Nachverdichtung von Quartieren im durchgrünten Stadtkörper, wie sie aktuell im periurbanen Raum in grossem Umfang stattfindet, bietet aus unserer Sicht die Chance, die Stadt als gestaltetes Raumkontinuum stärker erlebbar zu machen. Nicht das Nebeneinander auf sich selbst bezogener Siedlungen, sondern der räumliche Dialog städtischer Fragmente lassen das Quartier als Ganzes zum Raum der Identifikation werden.
Die beiden Seiten des Perimeters sind von ganz unterschiedlichen Stadträumen mit jeweils eigenständigen Qualitäten geprägt; das Projekt sucht im Dialog mit dem Ort diese zu verdichten und zu stärken. Durch den bewussten Verzicht einer durchgehenden, strassenbegleitenden Überbauung integrieren sich die beiden Ersatzneubauten in die vorgefundene Körnung des Quartiers. Zur Gartenseite entsteht ein spannungsreicher Zwischenraum mit fliessenden Übergängen. Die knochenartige Ausformulierung der Volumetrie verstärkt die Hinwendung zum gemeinsamen Aussenraum. Aufgrund der städtebaulichen Setzung hat fast jede Wohnung zwei Seiten mit maximal unterschiedlichem Charakter: einerseits der stark strukturierte Rücken zur Limmatstrasse, andererseits die ruhige Seite zum Hofraum. Um die Blickachsen in den Grünraum zu lenken und die Exponierung zur Sonne zu optimieren sind die Küchen und Wohnräume entlang der Fassade gelegt.
Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass das Projekt Im Spannungsfeld von offenem und gefasstem Stadtraum eine Balance zwischen Urbanität und Durchgrünung, zwischen Einordnung und eigenständiger Identität sucht.