MFH im Caspärsch

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Über dieses Projekt

Eingeladener Wettbewerb: 2013, 1. Preis

Ausführung: 2014 – 2015

 

Bauherrschaft: privat

Bauleitung: Hotag Zizers AG, Zizers

Bauingenieur: Gadola A. Bauingenieur GmbH, Zizers

Elektroplanung: Albert Gisler, Chur

HLKS: Oecotec AG, Landquart

Bauphysik: Kuster + Partner AG, Chur

 

Fotos: Roman Keller

Das neue Mehrfamilienhaus im Caspärsch befindet sich im Weinbaudorf Jenins am Fusse des Vilan. Das Terrain der Parzelle fällt nach Süden ab und der Blick richtet sich auf die Weinberge der Bündner Herrschaft und das Churer Rheintal. Aufgrund des intakten Dorfbildes sind Flachdächer in der gesamten Gemeinde verboten. Ein Giebeldach war somit integraler Bestandteil des Entwurfsprogramms.

Der Baukörper basiert auf einem einfachen Rechteck, welches aufgrund der begrenzenden Grenz- und Waldabstandslinien leicht polygonalisiert wird. Der Knick in der Südfassade verkleinert das Volumen optisch und das Haus erhält gleichzeitig ein Gesicht gegen die Strasse. Das Haus beinhaltet zwei Geschoss- und eine Maisonettewohnung. Die einzelnen Einheiten sind jeweils in einen privateren Schlaf- und in einen öffentlicheren Wohnbereich aufgeteilt. Küche, Ess- und Wohnzimmer bilden zusammen mit dem Entrée eine fliessende Raumfigur, welche sich gegen Süden und Südwesten orientiert und sich um die grosszügige Loggia legt. Die Küche steht wie bei früheren Wohnformen im Zentrum der Wohnung.

Die Bauweise des neuen Hauses bezieht sich auf die Konstruktion der massiven Bündner Herrschaftshäuser. Das verwendete Einsteinmauerwerk wird von einer dicken Putzschicht geschützt. Eine vertikale Besenstrich-Struktur verfeinert und veredelt diese Schutzschicht. Die Fassade wird an bestimmten Orten von Ornamenten geschmückt, welche einen direkten Bezug zur Bautradition des Ortes haben. So wird zum Beispiel der klassische Eingangsgiebel verfeinert in die Fassadengestaltung aufgenommen und die Fensterpaneele nehmen Motive der Sgraffito-Kunst auf.

Date
Category
Neubau, Projekte, Wettbewerb