MFH Wissi Kirchbühl

  • MFH Chilchbüel Wissi
  • Ansicht Süd - MFH Kirchbühl Wissi
  • Querschnitt A - MFH Kirchbühl Wissi
  • Querschnitt B - MFH Kirchbühl Wissi
  • Erdgeschoss - MFH Kirchbühl Wissi
  • Umbau MFH Kirchbühl Wissi
  • Umbau MFH Kirchbühl Wissi

Über dieses Projekt

Ort: Kirchbühl bei Sempach LU

 

Direktauftrag: 2014

Planung: 2014-2016

Ausführung: 2016-2017

 

Bauherrschaft: Privat

Das Haus Wissi bildet zusammen mit dem Haus Bruni das Zentrum des Weilers Kirchbühl bei Sempach, welcher im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) vermerkt ist. Die bisher als Einfamilienhäuser genutzten Bauten sollen zu je zwei kleineren Wohneinheiten umgebaut werden. Durch die wichtige städtebauliche Position der beiden Gebäude im Weiler Kirchbühl ist für den Entwurf besonders die Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und der Altstadtkommission Sempach zentral. Ziel ist es, die hohe Qualität des Ortsbildes durch die Umbauten zu erhalten, oder diese sogar zu stärken. Um ein Verständnis von der Geschichte des Ortes und der Häuser zu erhalten wurden vor dem Vorprojekt detaillierte Planaufnahmen erstellt sowie konstruktive Abklärungen gemacht. Diese dienen als Grundlage für den Entwurf sowie für die Einschätzung der Denkmalpflege. Die Zusammenarbeit mit Fachspezialisten (z.B. Holzbauexperte für Bestandesaufnahme und Konstruktion) ist bedingt durch das hohe Alter der Häuser zentral.

Im „Hof- und Geschlechterbuch der Gemeinde Sempach“ war um 1872 das erste Mal die Rede von einer Sennhütte mit Wohnung – dem Wissi Haus. Aufgrund der baulichen und konstruktiven Gegebenheit vermuten wir die Entstehung der Sennerei in der Zeit zum 1800. Heute belegt der grosse, ungewöhnlich hohe und sehr gut befensterte Keller die ursprüngliche Nutzung. Die Käserei funktionierte vermutlich bis ins letzte Viertel des 19.Jh. Um 1849, wurde der Oberbau abgebrochen und im neu entstehenden Vollgeschoss eine Wohnung eingerichtet. In einer dritten Umbauphase wurde die Sennerei zu einer Brennerei und einem Dörrhaus umgenutzt. Die Brennerei und der Dörrofen, die nicht mehr vorhanden sind, haben bauliche Narben am Gebäude hinterlassen und sind heute noch gut sichtbar.

Date
Category
Projekte, Umbau