031 Sekundarschulhaus Chliriet, Oberglatt ZH

Wettbewerbsbeitrag 2017
Selektiver Wettbewerb, 3. Rang
Sekundarschule, Erweiterung Dorfplatz
Bauherrschaft
Sekundarschulgemeinde Oberglatt
Bausumme (BKP 1-9)
Ca. 18.8 Mio CHF
Landschaftsarchitektur
Graber Allemann Landschaftsarchitektur, Altendorf
Bauingenieur
Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Bern
Visualisierungen
© nightnurse
Der Schulhausneubau gliedert und stärkt die Aussenräume des Chlirietareal. Die erhöhte Loggia am Dorf- und Pausenplatz ist Hauptzugang und gedeckter Aussenraum der Kinder.
Ein Zentrum im Grünen

Das Chliriet liegt leicht abseits des Siedlungsgebiets und beheimatet eine kommunale Sportanlage mit Aussenplätzen, Sport- und Mehrzweckhalle. Aufgrund der Entwicklung Oberglatts als Strassendorf ohne klares Zentrum hat das Chliriet für das Leben der Gemeinde eine grosse Bedeutung. Der Projektperimeter ist klar zweiseitig gegliedert: Die bestehende Halle spannt sich zwischen einem platzartigen, mit Eichen geschmückten Bereich im Norden und einer von Technik geprägten Rückseite im Süden auf. Der Neubau folgt dieser Ordnung und orientiert sich mit einer klaren Geste in Form einer Loggia zum öffentlichen Platz hin. Differenzierte Aussenräume, unterschiedliche Aussenbezüge und Sichtverbindungen regen zum Erkunden, Erforschen, Lernen und Spielen an.

Die Loggia als Begegnungsort

Der Hauptzugang zu den Schulgeschossen erfolgt am nördlichen Kopf. Über eine grosse Treppe gelangt man auf die erhöhte Loggia, die eine gedeckte Erweiterung des Aussenraums mit Blick auf den wertvollen Baumbestand ist. Die Loggia erschliesst beide Obergeschosse und schafft eine vertikale Zweiteilung der Sekundarschule. Diese Teilung im Schnitt findet ihre Entsprechung in der Verteilung des Raumprogramms: Während sich alle Klassenzimmer und Gruppenräume in den zwei Obergeschossen befinden, ist das EG für sämtliche Spezialzimmer sowie für die Lehrpersonen reserviert.

Erker als räumlicher Mehrwert

Auf Wunsch der Bauherrschaft weisen die Klassenräume eine zusätzliche Fläche von 6m2 auf. Diese Quadratmeter entsprechen der Fläche, welche durch das Aufklappen der Fassade mittels Erker gewonnen wird. Die unterschiedlich tiefen Raumdimensionen ermöglichen eine grosse Flexibilität in der Möblierbarkeit. Die Ausbildung von Erkern bricht zudem den Massstab der Fassade und optimiert Belichtung, Orientierung und Ausblick.